Nur ein viereckiger, grasbewachsener
Hügel ist von der Burg bei Lindholmen übrig geblieben.
Im Mittelalter stand hier eine mächtige Wehranlage
mit starker Ringmauer und doppeltem Wallgraben. Ende des 14. Jahrhunderts
spielte sich eine Zeitlang die gesamte nordische Politik in dieser
Gegend ab. Ursache hierfür war, dass Königin Margareta
den schwedischen König, Abrecht von Mecklenburg, nach der
Schlacht bei Falköping 1389 fast sieben Jahre lang auf Lindholmen
gefangen hielt. Durch diesen Sieg konnte Königin Margareta
sowohl über Schweden als auch über Norwegen und Dänemark
herrschen.
Nach Friedensverhandlungen in der Burg 1395 wurde der König
freigelassen und er verzichtete auf die schwedische Krone. Die
Friedensgespräche dauerten 16 Tage und es versammelte sich
so viel Volk, dass einige Teilnehmer in Zeltlagern nächtigten.
Die Burg von Lindholmen war im Mittelalter vom Fluss Segeå
umflossen und von Sumpfland umgeben. Heute liegt die Ruine sehr
schön mitten im Weideland beim See Börringesjön
und lädt zu Überlegungen ein, wie es hier an dieser
friedlichen Stelle wohl im turbulenten 14. Jahrhundert ausgesehen
haben möge.
Wegbeschreibung: Biegen Sie von der
E65 nach Süden in Richtung N Lindholmen ab. Nach 2 km steht
das Schild „Borgruin“ (Burgruine) und hier liegt
auch ein Parkplatz am Weg. Die Ruine liegt ein paar hundert
Meter weiter auf der Weide.
Beachten Sie, dass der baumbestandene Hügel gleich nach
dem Zaundurchgang nicht die Burgruine ist, sondern „Königin
Margaretes Garten“.